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All British Engine Company, Ltd. war ein britischer Hersteller von Flugzeugen, Motorrädern und Luftfahrtzubehör.

A.B.C. Motors
Rechtsform Limited
Gründung 1910
Auflösung 1971
Sitz Hersham, Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Branche Motorräder, Automobile
Ein ABC-Motorrad
Ein ABC-Motorrad
Ein ABC-Boxermotor
Ein ABC-Boxermotor
ABC Super Sports
ABC Super Sports
Vorzugsaktie der A.B.C. Motors (1920) Ltd. vom 7. Juni 1920
Vorzugsaktie der A.B.C. Motors (1920) Ltd. vom 7. Juni 1920

Unternehmensgeschichte


Das Unternehmen wurde 1910[1] von Ronald Charteris gegründet und hatte seinen Sitz zunächst in Byfleet. Später nannte es sich A.B.C. Motors, Ltd. Ab 1919 gehörte es zu Sopwith. Nach wirtschaftlichen Querelen musste Sopwith jedoch 1921 Insolvenz anmelden, ABC-Motors folgte 1922 in den Konkurs.

1913 kam der erste 496 cm³-Boxermotor in den Verkauf. Kurze Zeit später stellte man die ersten kompletten Motorräder her.

Während des Ersten Weltkrieges stellte das Unternehmen hauptsächlich Flugmotoren her, die von Chefingenieur Granville Bradshaw konstruiert wurden. Aus dieser Entwicklung heraus begann man bereits während des Krieges mit der Herstellung von Auxiliary power units (APU) und Bodenstromversorgungen auf der Basis von kleinen Boxermotoren. Der erste Einsatz einer APU erfolgte in der Supermarine Nighthawk, wo ein Aggregat von ABC Motors mit fünf PS Leistung einen Scheinwerfer versorgte.

Das Unternehmen beschäftigte sich nach dem Krieg zunächst hauptsächlich mit dem Bau von Motorrollern. Der Scootamota hatte einen Hubraum von 123 cm³ und verkaufte sich relativ erfolgreich. Sopwith bediente sich eines 398 cm³ Zweizylinder-Boxers und baute ihn quer zur Fahrtrichtung ein. Das fortschrittliche Motorrad verfügte über ein angeblocktes Vier-Gang-Getriebe und eine Hinterradfederung. Insgesamt ähnelte sie der späteren BMW. Wegen vieler Kinderkrankheiten kam es jedoch zum Ruin des Unternehmens. Die Rollerfertigung lief noch ein Jahr länger.

In den Jahren 1921 bis 1924 existierte ein französischer Ableger, der ebenfalls derartige Motorräder anbot.

Mit den dort verwendeten Boxermotoren wiederum besann man sich auf seine Wurzeln und entwickelte Triebwerke für Leichtflugzeuge. Diese Triebwerke wurden relativ häufig eingesetzt, bis man sich 1926 wiederum aus dem Flugzeugbau zurückzog.

Bereits 1929 konstruierte man jedoch die A.B.C. Robin, ein Leichtflugzeug, das von einem 40 PS starken A.B.C. Scorpion II Motor angetrieben wurde. Später konzentrierte man sich wieder auf die Stromerzeugungsaggregate und lieferte sie bis in die 1950er Jahre hinein.

1951 übernahm Vickers das Unternehmen und schloss es 1971.[2]


Automobile


Zwischen 1920[2] oder 1921[1] und 1927[2] entstanden auch Kleinwagen. Ein luftgekühlter Zweizylindermotor mit OHV-Ventilsteuerung und 1203 cm³ Hubraum trieb die Fahrzeuge an.[2] Das Modell Super Sports hatte einen größeren Motor mit 1320 cm³ Hubraum.[2] Insgesamt entstanden etwa 1500 Autos.[1][2]


Literatur




Commons: A.B.C. Motors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel A.B.C. (V).
  2. George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 5. (englisch)

На других языках


- [de] A.B.C. Motors

[en] ABC Motors

ABC Motors Limited ("All British (Engine) Company") of Hersham, Surrey, England was a manufacturer of cars, aircraft, motor scooters, and engines for road and air. Established by Ronald Charteris in Hersham, Surrey in 1912, its chief designer was the young and talented Granville Bradshaw.[1] It was absorbed into Vickers in 1951 and the factory finally closed in the 1970s. Some of the premises survive today as part of the Riverdean Estate, Hersham and are occupied by a Lidl supermarket (opened February 2019)

[fr] ABC Motors

All British (Engine) Company fut fondée en 1912 à Hersham (en), Surrey, par Ronald Charteris. Devenue ABC Motors Ltd en 1914, avec pour ingénieur en chef Granville Bradshaw, elle s’installa à Walton-on-Thames et produira durant la guerre des moteurs d’avion et de motocyclettes pour l’armée britannique. En 1919 la firme Sopwith Aviation Company, qui cherchait à diversifier ses activités, acheta ABC Motors. C’est donc au sein de Sopwith Aviation & Engineering Company Ltd, à Kingston-upon-Thames, que fut développé la fameuse motocyclette Sopwith-ABC, qui fut produite sous licence en France entre 1920 et 1924 par Gnome et Rhône.

[it] ABC Motors

ABC Motors Ltd (All British (engine) Company) era un'azienda metalmeccanica britannica specializzata nella costruzione di automobili, motori aeronautici, aerei, e motociclette



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